Im Januar haben wir aufgehört.
Nicht weil das Testen nicht funktioniert hat. Nicht weil Emil nicht mitgemacht hat. Sondern weil wir an einem Punkt angekommen sind, an dem wir ehrlich sein mussten: Die Trainingsbeutel die wir testeten, lösten das Problem nicht. Und wenn ein Produkt das Problem nicht löst, hat ein Alltagstest keinen Sinn.
Das hier ist kein klassischer Entwicklungsbericht. Es ist die Geschichte davon, was passiert wenn man aufhört, Kompromisse zu akzeptieren – und anfängt, wirklich neu zu denken. In unserem Fall war das der Leckerlibeutel.
Was im Alltagstest gut lief – und was nicht
Wir haben den Alltagstest mit konkreten Kriterien gestartet: Einhand-Zugriff, Formstabilität, Hygiene, Tragekomfort. Theorie und Praxis lagen von Anfang an auseinander.
Was uns am meisten genervt hat: es gab keinen Leckerlibeutel, der unsere Kriterien erfüllt hätte. Jeder konnte etwas, aber keiner war richtig gut. Und wir wollten nicht mit ihm zum Mond fliegen, wir wollten einfach einen reproduzierbaren, verlässlich schnellen Zugriff. Ist es zu viel verlangt, wenn deine Trainingstasche dabei auch gut auf der Hüfte sitzt und nicht wie ein Känguru beim schnellen Gehen auf und ab hüpft?
Und dann kam das Problem, dass viele Leckerlibeutel zu tief sind, wenn sie leerer werden im Laufe des Hundetrainings. Kennst du, oder? Ich fand es ätzend. Dieses Wühlen und Suchen, mal hast du den Feststeller vom Kordelzug in der Hand, mal sind es die Falten vom Innenbeutel.
Überhaupt, Innenbeutel: die wenigsten lassen sich rausmachen- wenn du den Leckerlibeutel waschen willst muss das ganze Teil in die Waschmaschine. Ich mach das nicht jeden Tag. Also nehme ich in Kauf das der Trainingsbeutel, den ich fast jeden Tag nutze, nach 3 Wochen nach Käse, Schinkenwurst und anderen Dingen riecht...und da greife ich dann 50 mal rein...
Die Kurzfassung: das Kernproblem war immer das gleiche: Stoff und Nylon verformen sich. Wenn der Beutel nicht voll ist, fällt er zusammen und wirft Falten. Du greifst – und wühlst. Der Moment ist weg - vergeudet für die Konditionierung. Dein Hund hat längst weitergeschaut. Und stinken tut der Leckerlibeutel obendrein.
Ich habe das lange toleriert. Jetzt nicht mehr.
Der Moment in dem ich die Reißleine gezogen haben
Wir haben einige Leckerlibeutel ausprobiert. Leckerlibeutel mit Magnetverschluß, Snackbeutel aus Silikon, Trainingsbeutel mit Kordelzug. Alle hatten ihre Limitierungen, keiner konnte alles. Die Anforderung war klar (und ebenso einfach): verlässlicher Einhand-Zugriff, auch mit wenig Füllmenge, und bitte "ohne Riechen".
Was mir klar wurde: Ich habe keinen Leckerlibeutel gefunden, der dieses Problem wirklich löst. Nicht unter den teuren. Nicht unter den "Pro"-Varianten. Nicht unter denen mit Magnetverschluss. Allen, die ich getestet habe, war das Grundproblem gemeinsam – das Innenmaterial und die Form.
Und wenn es das Produkt nicht gibt das du brauchst, gibt es nur eine Konsequenz: Du baust es selbst.
Die Idee mit dem Silikon Inlay
Die Lösung kam nicht aus einem Labor oder aus stundenlangem Recherchieren. Sie kam aus dem Training.
Die Frage war eigentlich simpel: Was, wenn das Innenfutter nicht aus Stoff wäre?
Stoff hat ein grundlegendes Problem – er hat keine eigene Form. Er folgt dem Inhalt. Wenn der Inhalt weniger wird, wird der Stoff schlaff. Du wühlst nicht weil du ungeschickt bist. Du wühlst weil das Material dich zwingt zu wühlen. Und es ist unhygienisch. Hand aufs Herz: wer wäscht seinen Leckerlibeutel jeden Tag, oder auch nur 2-3 mal die Woche?
Als die Idee, einen Leckerlibeutel selber zu entwerfen, geboren wurde, war von Silikon noch nicht die Rede. Diese Idee entstand eher spontan und zufällig. Ich habe morgens für Emil Putenschnitzel gebraten - er ist Allergiker und kann fertige Snacks nur in kleinen Mengen essen. Also stand ich da, mit saftigen, tropfenden Putenwürfeln. Ich wusste, das wird ecklig weil mein Leckerlibeutel schlicht nass wird und sifft. Und neben der Kaffeemaschine standen die Muffin-Formen vom Backen am Wochenende. Aus Silikon. Das war der Moment, wo die Idee des Silikon Inlays Gestalt angenommen hat. Ab in den Beutel damit, und was soll ich sagen. Ja, sie passte nicht, es war ja nur ein Workaround. Aber das Gefühl, auf eine glatte Oberfläche zu stoßen, anstatt auf Falten oder weiches Innenmaterial, gab den Ausschlag. Die Hygiene war dabei ein angenehmer Nebeneffekt.
Silikon ist anders. Silikon behält seine Form. Silikon ist glatt – die Hand trifft das Leckerli beim ersten Griff, nicht beim dritten. Und Silikon soll spülmaschinenfest werden – mein Ziel ist, das Reinigungsproblem zu lösen, das jeden Leckerlibeutel nach ein paar Wochen zum Stinker macht.
Vielleicht kennst du Silikon Zip-Beutel, die in manchen Leckerlibeuteln als Einsatz genutzt werden. Ein eingepasstes Inlay ersetzen sie in keinem Fall: Sie sind nicht eingepasst, und die Form geht oben zusammen.
Einen Leckerlibeutel, der all das zusammenbringt, habe ich nicht gefunden. Also habe ich entschieden: ich baue ihn selbst.
Und auf einmal war ich Unternehmerin. Mit Vollzeitjob. Mit Haushalt und Familie, mit wenig Zeit.
Aber mit einer Idee. Ob sie tragen würde, ob es einen Markt dafür gab? Wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Bin ich mutig genug, es zu versuchen? Es ist nicht einfach. Die Familie, die mich erst mal für völlig verrückt hält.
Mein Sohn, der sagt: und was soll das jetzt? Amazon ist voll mit Leckerlibeuteln, mit oder ohne Magnetverschluß, groß oder klein, aus Silikon oder Nylon. Da wird wohl einer bei sein der passt.
Und ich? Mittendrin mit meiner Idee. Was sie alle nicht hatten: Trainingserfahrung mit einem richtigen Hund. Hundeschule und Social Walks, wo ich gesehen habe dass Hundehalter Plastikbecher in ihre Leckerlibeutel stecken, damit sie schneller dran sind oder das Ding eben nicht duftet wie 5 Tage alte Leberwurst.
Oder Hundehalter, sich nach dem Belohnen die Hände in einer fließenden, unbewussten Bewegung an der Hose abwischen.
Ich weiß, warum sie das machen. Und wenn du bis hier gelesen hast, weißt du es jetzt auch.
Weil wir wissen, wie wichtig Timing im Hundetraining ist. Und deshalb, genau deshalb, gibt es jetzt Houndmove. Du und ich, wir kennen das Problem.
Du und ich, wir haben viele kleine Dinge bei unserem jahrelangen Hundetraining beobachtet, die man besser machen könnte. Wenn sie uns nerven, würden sie vielleicht auch anderen auf die Nerven gehen?
Also habe ich angefangen, im Netz zu validieren. Ich habe diverse Foren durchforscht - Reddit, Dogforum. Ich bin sicher, auch du kennst sie.
Und das Ergebnis war erstaunlich. Ich habe in diesen Foren gelesen, wie viele Hundehalter workarounds bauen um ihr Arbeitsgerät "Leckerlibeutel" zu verbessern:
- Plastiktüten als Einsatz in Trainingstaschen
- Plastiktüten in Jackentaschen
- "etwas unten reingelegt" um Tiefe zu kompensieren
- Bemerkungen über krümmelige, fettige Finger, die einfach nerven
Die Liste und auch die Liste der Ideen von Nutzern war lang - da war viel Kreativität im Spiel. Es gab Aussagen wie: Ja, ich stimme zu, keiner ist optimal. Ernsthaft? Ich war wie erschlagen.
Da war sie, die Bestätigung dass ich nicht völlig falsch liege. Und dass ich nicht die einzige bin, mit diesem Problem. Also habe ich es angepackt. Und es hat eine unglaubliche Dynamik entwickelt. Lieferantengespräche, Namen gefunden, Domaine gesichert, Plattform gebaut, alles gleichzeitig. Und es ist immer noch alles gleichzeitig, in hohem Tempo und mit viel Dynamik.
Was ich falsch gemacht habe– und was ich daraus gelernt haben
Produktentwicklung sieht von außen oft glatt aus. Die Realität ist anders.
Zwei Lieferanten gleichzeitig zu testen war eine bewusste Entscheidung. Nicht weil wir uns nicht entscheiden konnten – sondern weil ich sehen wollte, wie unterschiedliche Fertigungsansätze das gleiche Designprinzip umsetzen. Die Ergebnisse waren lehrreich.
Die Anweisungen und Anforderungen für beide Lieferanten waren gleich. Was daraus gemacht wird, ist klar unterschiedlich. Lieferant 1 trifft gerne seine eigenen Entscheidungen und hat bereits 3x ändern müssen - das ist hart, aber ich bin Kunde und bestimme, wie der Leckerlibeutel aussieht. Und wenn das Ding einen Henkel hat wie das Körbchen von Rotkäppchen mag das nett aussehen, hilft aber nicht. Also weg damit.
Lieferant 2 stimmt hingegen klar ab wo es Probleme gibt, klärt Maße ab wenn sie an der ein oder anderen Stelle suboptimal sind und fertigt für das endgültige Muster erst mal ein Muster. Hier wurden dann nur noch Dinge geändert wie "die kleine Aufhänger bitte aus Metall, nicht aus Plastik". Auch ich lerne dazu. Sollte ich nochmal eine Fertigung, egal für was, beauftragen, sähe die Anweisung für den Lieferanten anders aus. Aber hier sind wir nun, mit den ersten Bildern unserer Prototypen.
Wo wir gerade stehen
Die Fotos, die du hier siehst sind kein Rendering. Kein Produktfoto aus dem Studio. Das sind echte Muster aus der Fertigung – aufgenommen in der Werkstatt, auf dem Schneidetisch.
Beide Muster werden noch verändert. Form follows function – schneller Zugriff bleibt die Priorität, alles andere ordnet sich dem unter.


Anfang November erwarten wir das erste Houndmove Core Silikon Inlay, den ersten Prototypen. Dann geht es mit Emil auf die Wiese. Echter Test im Hundetraining - im real life sozusagen. Unter echten Bedingungen. Nasse Finger, Ablenkung, Tempo. Vor allem mit echtem Hund.
Erst wenn der Core das besteht, geht die erste limitierte Serie in Produktion. Dann, und nur dann.
Danach wird die Houndmove Bag genäht, unsere Tasche für die Stadt, die gleichzeitig auch für effektives Hundetraining genutzt werden kann. Das Houndmove Core Silikon Inlay passt genau dort hinein. Schluss mit stinkenden Leckerlibeuteln.
Warum wir das alles öffentlich machen
Wir könnten einfach warten bis alles fertig ist und dann mit einem schicken Produktfoto auf Instagram auftauchen. Das wäre einfacher.
Aber wir sind selbst Hundehalter und trainieren regelmäßig. Wir kennen das Gefühl wenn ein Produkt verspricht was es nicht hält. "Schneller Zugriff" auf der Verpackung, Wühlen in der Praxis. "Hygienisch" im Produkttext, Geruch nach zwei Wochen.
Der Houndmove Core wird anders vermarktet weil er anders entwickelt wird. Nicht am Schreibtisch. Nicht für das Produktfoto. Sondern draußen, im Training, mit Emil, unter realen Bedingungen. Ehrlich. Verspreche ich dir ein neues Wunderding? Nein. Aber ich verspreche dir einen Leckerlibeutel, der auf Einhand-Zugriff optimiert ist. Der dein Timing bei der Belohnung unterstützt. Mit Silikon and Clean-Hand.Tuch. Weil nichts so frustrierend ist wie schlechte Arbeitsgeräte. Damit es für dich und deinen Hund einfacher wird.
Und wer das von Anfang an mitverfolgt, versteht warum dieser Beutel anders ist – nicht weil wir es sagen, sondern weil er es selbst gesehen hat. Und den Weg dahin wollen wir ehrlich teilen.
Was als nächstes kommt
1. Testen der Prototypen mit Emil draußen, beim richtigen Hundetraining
2. Finale Entscheidung über die Maße des ersten Prototypen für den Houndmove Core und damit Start der Serienproduktion.
3. Produktion des massgefertigten Houndmove Bag - angepasst an das Houndmove Core Silikon Inlay.
Wer zur ersten Serie gehören will: trag ich ein auf der VIP Warteliste und sichere dir 20% Rabatt & 48 Stunden Vorabzugang zum Shop. Außerdem bekommst du Updates und Behind-the-Scene Einblicke vor allen anderen.
Häufige Fragen
Warum habt ihr aufgehört, Leckerlibeutel zu testen?
Wir haben im Januar 2026 aufgehört, bestehende Leckerlibeutel zu testen, weil keines der getesteten Modelle das Kernproblem löste: Der Stoffinnenbeutel verliert bei sinkendem Füllstand seine Form und zwingt zum Wühlen statt zum Einhand-Zugriff. Da ich kein Produkt gefunden habe, das dieses Problem behob, habe ich mich entschieden, den Leckerlibeutel selbst zu entwickeln, statt weitere Kompromisse zu testen.
Warum entwickelt ihr den Leckerlibeutel jetzt selbst?
Wir entwickeln den Leckerlibeutel selbst, weil wir kein Produkt gefunden haben, das formstabilen Einhand-Zugriff mit einfacher Reinigung verbindet. Die Lösung ist ein herausnehmbares Silikon Inlay statt eines Stoffinnenbeutels: Silikon behält seine Form unabhängig vom Füllstand und ermöglicht dadurch einen reproduzierbaren Einhand-Zugriff — entscheidend für dein Timing im Hundetraining. Das Produkt heißt Houndmove Core und befindet sich aktuell in der Prototyp-Phase.
Was macht das Silikon Inlay anders als ein normaler Stoffbeutel?
Das Silikon Inlay von Houndmove ist ein eingepasster, herausnehmbarer, formstabiler Einsatz, der den klassischen Stoffinnenbeutel in Leckerlibeuteln ersetzt. Anders als Stoff behält Silikon seine Form unabhängig vom Füllstand, wodurch die Hand das Leckerli beim ersten Griff statt erst nach mehrmaligem Wühlen findet. Unser Ziel ist, dass das Inlay zudem spülmaschinenfest und geruchsneutral ist – das ist bei Stoff schwierig. Silikon Zip-Beutel werden in einigen Leckerlibeuteln als Einsatz genutzt, ersetzen ein eingepasstes Inlay aber in keinem Fall: Sie sind nicht eingepasst, und die Form geht oben zusammen, was den Zugriff erschwert. Das Houndmove Core Inlay verfolgt exakt gegenteiligen Ansatz: es öffnet sich nach oben. Damit wird der Zugriff erleichtert, nicht erschwert.
Wann kann ich den Houndmove Core kaufen?
Der Houndmove Core befindet sich aktuell in der Prototypen-Testphase: Anfang November 2026 testen wir die ersten echten Prototypen im Alltag mit Labrador Emil. Erst nach erfolgreichem Test geht die erste limitierte Serie in Produktion. Der Verkauf des Houndmove Sets ist für Ende Januar 2027 geplant — trag dich auf der VIP Warteliste ein für Vorabinformationen. Damit sicherst du dir 20 % Rabatt auf deine erste Bestellung sowie 48 Stunden Vorabzugang zum Onlineshop für die ersten, limitierte Serie.
Passt der Houndmove Core auch in meine eigene Gassitasche?
Das Silikon Inlay des Houndmove Core ist so konzipiert, dass es in einige Gassitaschen passt, nicht nur in ein eigenes Houndmove-Produkt. Damit lässt sich eine bereits vorhandene Tasche in ein funktionales Trainingssystem verwandeln, ohne dass Nutzer auf Design oder Optik verzichten müssen. Houndmove verbindet damit zwei Anforderungen, die bisher oft als Gegensatz galten: eine alltagstaugliche, gut aussehende Gassitasche und einen Leckerlibeutel mit präzisem, schnellem Zugriff fürs Training. Wir werden kurz vor dem Launch eine Kompatibilitätsliste veröffentlichen, damit du sicher weisst, ob deine Gassitasche dabei ist.
Arbeitet Houndmove auch an einer eigenen Trainingstasche für Hunde?
Ja — wir entwickeln zur Zeit eine eigene Trainingstasche, die speziell um das Silikon-Inlay herum gebaut ist. Die Tasche kombiniert einen wechselbaren Hüftgurt und Schultergurt mit dem herausnehmbaren Houndmove Core Inlay und Houndmove Clean für saubere Hände nach jedem Leckerli. Platz fürs Handy? Natürlich, separiert von den Leckerli. Zusätzlich gibt es mit Houndmove Small eine kleine Zusatztasche, 10x10 cm, für Dinge wie Lippenstift, Kleingeld oder Zeckenschlinge. Du kannst damit wählen: das Inlay einzeln für eine bereits vorhandenen Tasche, oder das komplette Houndmove-Set.




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